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kehrtwende e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur sozialen Integration straffälliger Jugendlicher & Heranwachsender bis 21 Jahre.

Soziale Trainingskurse

Wir bieten Soziale Trainingskurse für Jugendliche und Heranwachsende bis 21 Jahre

  • die straffällig wurden.
  • die einen Trainingskurs als Gerichtsauflage erhalten haben.
  • die Gefahr laufen, die soziale Anbindung an die Gesellschaft zu verlieren und in den Kreislauf von Kriminalität und Gefängnis zu geraten.
  • die mit ihrem Verhalten gesellschaftliche Grundwerte verletzen und denen eine positive Orientierung und Lebensplanung fehlt.

Kursziele

  • Erweiterung der persönlichen und sozialen Kompetenzen
  • Entwicklung von Handlungsspielräumen
  • Unterstützung positiver Identitätsfindung
  • Förderung der sozialen und beruflichen Integration

Kursinhalte

  • Bearbeitung der Straftaten und ihrer Entstehung
  • Durchbrechung von Rechtfertigungsstrategien
  • Erfassung der aktuellen Lebenslage
  • Blick auf die eigene Biografie
  • Erarbeitung einer Zukunftsperspektive
  • Fordern und fördern eigener Ressourcen
  • Orientierungshilfe und Begleitung in schwierigen Lebensphasen

Methoden

  • Soziale Gruppenarbeit fördert zielgerichtet die Wechselwirkung zwischen den einzelnen Teilnehmern im Kontakt miteinander.
  • Angeleitete themen-, handlungs- und erlebnisorientierte Trainingseinheiten regen durch so genannte Live-Acts und Rollenspiele zum Perspektivenwechsel an.
  • Initiieren kommunikativer Prozesse setzen Selbstreflexion in Gang und fördern die Biografie- und Beziehungsarbeit.
  • Methoden des therapeutischen Boxens sowie der meditativen Kampfkunst und erlebnispädagogische Elemente werden bedarfsorientiert in die Kursabläufe integriert.

Kursformen

Die Sozialen Trainingskurse werden für Gruppen mit mindestens 6 und maximal 10 Teilnehmer*innen angeboten.

Die Kurse...

  • werden in geschlechtshomogenen Gruppen durchgeführt
  • finden an Abenden und Wochenenden statt
  • dauern je nach Weisung und Bedarf zwischen 3 Wochen und 3 Monaten.

Kursleitung

  • Die Kurse werden von jeweils zwei erfahrenen Fachleuten für Soziales Training geleitet.
  • Die durchführenden Sozialarbeiter*innen oder Sozialpädagog*innen verfügen z.T. über Zusatzausbildungen in den Bereichen Anti-Aggressivitäts-Training® (zertifiziert AAT®), zertifizierte*r Boxtherapeut*in und/oder Psychodrama.
  • Die Entwicklung von Qualitätsstandards, die Dokumentation der Kurse, die Reflexion der Arbeit in regelmäßigen Teamertreffen sowie die begleitende Qualitätsentwicklung z.B. durch ausgewählte Fortbildungsangebote gehören zum Selbstverständnis unserer Arbeit.

Langer Sozialer Trainingskurs (mit Inhalten des Thearpeutischen Boxens)

Der lange soziale Trainingskurs (mit Inhalten des Therapeutischen Boxens) wendet sich an männliche jugendliche und heranwachsende Mehrfachtäter, die in der Regel vom Jugendrichter oder dem Bezirksjugendschöffengericht mit einer Jugendstrafe bedacht wurden, die zur Bewährung oder zur Vorbewährung ausgesetzt wurde. Seltener kommt es vor, dass ein Jugendlicher diese Auflage, nach § 10 Abs. 1 Nr. 6 JGG, als Alternative zur bewährungsweise ausgesetzten Jugendstrafe erhält.

Maßgeblich in die Angebotsgestaltung neu eingeflossen sind Methodik und Arbeitsansätze des Therapeutischen Boxens.

Boxen bzw. Kampfsport als Sportart genießt in der angesprochenen Peer Group eine hohe Attraktivität. Über das Vehikel der boxerischen oder mutmaßlich kämpferischen Aktivität soll ein Zugang bzw. intrinsische Motivation zur Mitarbeit bei den Teilnehmern geschaffen werden.

Durch den Einsatz der Instrumente des Therapeutischen Boxens werden die eigene Wahrnehmung und ein vereinfachter, reflektierender Zugang zum eigenen Verhalten gefördert.

Das Boxen ist hier lediglich Werkzeug zum Onboarding der jungen Menschen. Ein Wettkampf- oder Zweikampf-Gedanke spielt keine Rolle im Angebot.

Gruppengröße

8 - 10 Teilnehmer

Dauer

8 Gruppenabende von jeweils 2 Stunden, 1 Seminarsamstag ganztägig und 1 Wochenende.
Dem Kurs geht ein Vorgespräch voraus, das die Kursleiter mit jedem Teilnehmer einzeln führen. Es dient einem ersten Kennenlernen, der Erfassung der Bedarfe und der Vermittlung von Verbindlichkeit für den weiteren Verlauf.
Abgeschlossen wird der Kurs mit einem individuellen Nachgespräch, in dem mit dem Teilnehmer der Kursverlauf ausgewertet und ein ausführliches Feedback vermittelt wird.

Themen und Inhalte

Der Kurs bietet die Möglichkeit einer umfassenden Aufarbeitung der individuellen Problemlagen.
Die Kurseinheiten sind geprägt von einem Wechsel zwischen Aktivität (Übung) und Gespräch. Hierbei wird von den Trainer*innen die Aufarbeitung der eigenen Straftat eingeführt und zur Reflexion eingeladen. Im Zuge des Aufbaus einer therapeutischen Beziehung werden die Tat besprochen, Ursachen und eigene, negative Mechanismen und Möglichkeiten zur Veränderung gesucht und entdeckt.

Ganz bewusst legt das Angebot keinen alleinigen Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit der Straftat, sondern Selbstkontrolle und Selbstwahrnehmung sollen ebenfalls Bestandteile des Angebotes sein.

Die einzelnen Kurseinheiten sind immer gleich aufgebaut:

  • Ankommen (Übung z.B. Landkarte der Gefühle)
  • Vorbereitung auf die Einheit
  • Erwärmen
  • Konzentrationsübungen (Hemisphärenstimulation, Achtsamkeitsübung)
  • Sportübungen; ungebrochen durch Reflektionsgespräche
  • Abschluss (Meditative Übung und Abschlussrunde)

Für viele Jugendliche/Heranwachsende stellt die erfolgreiche Teilnahme an einem langen sozialen Trainingskurs, die ein hohes Maß von Verbindlichkeit verlangt, eine schwierige Aufgabe dar.

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Kurzer Sozialer Trainingskurs

Der kurze soziale Trainingskurs ist ein gruppendynamisches Angebot für männliche jugendliche und heranwachsende Straftäter, das den Teilnehmern die Möglichkeit bietet die eigene Straffälligkeit im Zusammenhang mit der persönlichen Lebenssituation zu reflektieren.

Der Kurs wird als gerichtliche Weisung oder Auflage nach § 10 Abs. 1 Nr. 6 JGG in einer Jugendgerichtsverhandlung verhängt. Mit dieser Maßnahme werden in der Regel Jugendliche bedacht, deren Straftaten ansonsten mit einer längeren Arbeitsauflage oder einem Arrest belegt werden würden.

Gruppengröße

8 - 10 Teilnehmer

Dauer

5 Gruppenabende von jeweils 3 Stunden und 1 Wochenende.
Dem Kurs voraus geht ein Vorgespräch, das die Kursleiter mit jedem Teilnehmer einzeln führen, es dient einem ersten Kennenlernen, der Erfassung der Bedarfe und der Vermittlung von Verbindlichkeit für den weiteren Verlauf.
Abgeschlossen wird der Kurs mit einem individuellen Nachgespräch, in dem mit dem Teilnehmer der Kursverlauf ausgewertet und ein ausführliches Feedback vermittelt wird.

Themen und Inhalte

  • Individuelle Wege in die Straffälligkeit
  • Reflexion der eigenen Lebenssituation / Alltag
  • Perspektivenwechsel / Straffälligkeit aus Sicht der Opfer
  • Biografiearbeit
  • Schule /Beruf

Die Aufgabe der Teilnehmer als “Spezialisten für schwierige Lebenssituationen” ist es, sich miteinander kritisch und wohlwollend auseinanderzusetzen. Die Kursleiter*innen achten darauf, dass dieser Prozess strukturiert abläuft und verstärken ihn mit Inputs.

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Sozialer Trainingskurs für junge Frauen

Um die Gruppendynamik der Kurse nicht durch die Beziehungskomponente Mann – Frau zu erweitern und wissend um das Dominanzstreben männlicher Teilnehmer, werden Trainingskurse geschlechtshomogen durchgeführt.

Der Soziale Trainingskurs ist im Wesentlichen für junge Frauen innerhalb eines Diversionsverfahrens oder einer Verhandlung beim Einzelrichter*in geeignet.

Die Teilnehmerinnen erhalten eine Weisung nach § 10 Abs. 1 Nr. 6 JGG.
Eine Differenzierung nach dem Schweregrad der strafrechtlichen Auffälligkeit ist bei den jungen Frauen nicht möglich, so dass hier Delinquentinnen mit einem größeren und auch geringerem Ausmaß von Straffälligkeit aufeinandertreffen können. Im Vordergrund steht hier die frauenspezifische Sichtweise.

Gruppengröße

8 - 10 Teilnehmerinnen

Dauer

3 Abendtermine von jeweils 3 Stunden, 1 Seminarsamstag sowie ein individuelles Nachgespräch vor.

Der Kurs wird pro Quartal mindestens einmal durchgeführt.

Themen und Inhalte

  • Freundschaft
  • Partnerschaft und Sexualität
  • Selbstwert und Anerkennung
  • Körpersprache
  • Selbstdarstellung (auch in sozialen Medien)
  • Auseinandersetzung mit der/den Straftaten

Die Aufgabe der Teilnehmerinnen als “Spezialisten für schwierige Lebenssituationen” ist es, sich miteinander kritisch und wohlwollend auseinanderzusetzen. Die Kursleiterinnen achten darauf, dass dieser Prozess strukturiert abläuft und verstärken ihn mit Inputs.

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Verkehrserziehungskurs

Seit dem Jahr 2002 ist eine zunehmende Erhöhung der Diversionsverfahren im Bereich der Delikte Fahren ohne Fahrerlaubnis oder Verstoss gegen das Pflichtversicherungsgesetz zu beobachten. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Jugendliche und Heranwachsende, die Ihren Roller durch technische Veränderungen an diversen Bauteilen soweit manipulieren, dass diese schneller fahren können. Darüber hinaus treten bei der Jugendhilfe im Strafverfahren immer mehr Diversionsverfahren wegen unerlaubter Nutzung eines Pkws oder seit Ende 2019 mit Elektro-Scootern auf. Bei „Ersttätern“ stellt die Verkehrsabteilung der Staatsanwaltschaft Mannheim diese Verfahren in der Regel nach einem erzieherischen Gespräch und der Ableistung von Arbeitsauflagen ein.

Personengruppe

Gemischtgeschlechtliche Gruppe (überwiegend männliche) Jugendliche und Heranwachsende

Gruppengröße

Bis 12 Teilnehmer*innen pro Kurs

Dauer

1 Seminarsamstag ganztägig

Themen und Inhalte

  • Mögliche Unfallfolgen mit manipulierten Rollern und die Konsequenzen
  • Der ideale Verkehrsteilnehmer
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle im Straßenverkehr
  • Verantwortung
  • Statistik Unfallzahlen
  • E-Scooter
  • Alkohol / Drogen im Straßenverkehr

Je nach Konstellation der Gruppe können die Inhalte variieren. Methoden aus dem Bereich Kooperations- und Teamspielen wie aus anderen Trainingskursen bekannt, können zur Auflockerung eingebaut werden. In der Kürze des Kurses geht es daher um eine vorwiegende Aufklärung über die Folgen dieses Delikts sowie die Motivation.
Auf Wunsch der Teilnehmer*innen kann bei Bedarf ein erneuter Kontakt zur Jugendhilfe im Strafverfahren hergestellt werden.

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Spendenkonto

Soziales Training

Der Verein kehrtwende e.V. ist auf Spenden von Unterstützern angewiesen. Wir freuen uns über eine Zuwendung an:

kehrtwende e.V.
Sparkasse Rhein-Neckar Nord
IBAN: DE71 6705 0505 0030 2651 49
SWIFT-BIC: MANSDE66XXX

Zweck: “Spende für kehrtwende e.V.” und IHR NAME MIT ADRESSE

Kontakt

Anschrift

Kehrtwende e.V.
c/o Haus des Jugendrechts
Heinrich-Lanz-Straße 38
68165 Mannheim

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Allgemeine Angelegenheiten:
Claudia Fallenberg
Telefon: 0621  293 9782
Fax: 0621  293 479782

Finanzen:
Klaus Budek
k.budek (at) kehrtwende-mannheim.de

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